Sep 02 2010

Christchurch die Erste

Published by Ines under Essen & Trinken, Reise, Wohnen

Jepp, es geht weiter. Zeitlich befinden wir uns noch beim 23.07.2010, wir (und ihr) haben also noch so Einiges aufzuholen.

Die nächste Stadt, die wir nach einer Nacht Camping ansteuerten, was Kaikoura. Auf der Fahrt dorthin konnten wir uns einen guten Eindruck von der Küste der Südinsel holen, die tatsächlich mehr an Naturgewalt abzubekommen scheint als die der Nordinsel. Außerdem hatten wir unsere erste Begegnung mit am Strand herumlungernden Seelöwen, was hier im Süden nichts Ungewöhnliches ist.

In Kaikoura an sich blieben wir nur eine Nacht, denn viel gab es dort nicht für uns. Die Stadt zieht im Sommer sehr viele Surfer an und nach einem Blick auf den Strand wussten wir auch, warum, aber ansonsten hat sie nicht viel zu bieten. Also entschlossen wir uns, gleich nach Christchurch weiterzufahren, der größten Stadt auf der Südinsel mit ca. 350.000 Einwohnern. Gleichzeitig gilt sie als die “englischste” Stadt Neuseelands.

Wir stiegen im “Old Countryhouse” ab, wo wir mal wieder den Vorteil des Reisens im Winter in Form von Winter-Specials nutzen konnten und ein Doppelzimmer zum Preis eines Dorms bekamen. Die nächsten Tage nutzten wir zum Wäsche waschen, vom vielen Fahren erholen, Christchurch anschauen und exzessivem Geschenke-Kaufen. Die Stadt wirkt wirklich sehr englisch und ist um Längen schöner als Auckland oder Wellington. Der “Arts Centre” (eine Mischung aus Galerien, Workshops und Kunsthochschule) hat  mich mit seiner Bauweise sogar stark an die University of Oxford erinnert. Christchurch hat sogar eine richtige Kathedrale, aus Stein und so. Die Kirchen in Neuseeland sind ja meist eher im amerikanischen Stil, soll heißen relativ unscheinbare Gebäude aus Holz, nur manchmal mit einem Glockenturm. Da war die Kathedrale eine willkommene Abwechslung.

Noch eine Rand-Information habe ich für euch: Wir haben seit Monaten kein Paprika gegessen! Warum? Ich hänge euch ein Beweisbild an: $2,99 PRO Paprika! Das wird nur noch getoppt von einer(!!) Gurke für $5,60.

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Aug 30 2010

Ab in den Süden!

Published by Ines under Auto, Essen & Trinken, Reise, Wohnen

Es ist wieder Aufhol-Zeit!

Nach ein paar Tagen des Sortierens und Planens in Wellington sind wir am 20.07. mit der Fähre nach Picton aufgebrochen, um unseren Trip auf der Südinsel fortzusetzen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns schon entschieden, nun doch nach sechs Monaten wieder nach Hause zu fliegen und sogar schon den Flug gebucht. Zwischenstopp wird es für sechs Nächte auf Fiji geben und dort konnten wir sogar in einem Hotel noch das “Winter-Special” abgreifen und nur jede zweite Nacht bezahlen. “Winter” bedeutet in Fiji Temperaturen von ca. 28-30°C, 23-25°C im Wasser. Ist also auszuhalten und mit der Aussicht auf den dritten Winter in Folge ohne Sommer dazwischen fanden wir das auch gar nicht so schlecht.

Die Fährüberfahrt von Wellington nach Picton dauert drei Stunden und kostet für zwei Personen mit Auto $200 – ein richtiges Schnäppchen. Dafür sind wir in Picton in einem Hostel abgestiegen, in dem es jeden Abend kostenlos Schoko-Steampudding (das hat eher Ähnlichkeit mit einem sehr weichen Kuchen als mit Pudding) mit Schokosoße und Vanilleeis gab. Außerdem hatten wir an unserem Dorm-Zimmer gleich ein eigenes Bad mit dran und es war sehr angenehm, mal nicht über den ganzen Flur oder den Campingplatz wandern zu müssen, um duschen zu gehen.

Eigentlich war der Plan, von Picton aus an der Westküste nach unten zu fahren. Aufgrund schlechten Wetters wurde daraus allerdings nur ein kleiner Ausflug nach Westen und nach einer Übernachtung kehrten wir wieder um und versuchten unser Glück an der Ostküste. Aber die Fahrt aus Picton heraus gestaltete sich schon wieder schwierig – anscheinend hatte unser Van mal wieder keine Lust, denn kurz nach dem Ortsausgangsschild (am Berg! in der Kurve!) trat er in Streik. Wir haben das Auto natürlich erstmal so schnell wie möglich von der Straße geschoben und waren ziemlich froh, dass er nach ein paar Minuten doch wieder ansprang. Da es auf der Südinsel allerdings ziemilch viele ziemlich verlassene Gegenden gibt, dachten wir uns, wir lassen es lieber vorher nochmal checken. Also in die Werkstatt und dem Mechaniker erklärt, was der Typ vom AA (das ist der ADAC) vor ein paar Wochen in Tauranga gesagt hatte. Der hatte nämlich vermutet, dass irgendwas an unserem Unterboden nicht richtig isoliert ist, weil das Auto nur streikt, nachdem es geregnet hat. Dann durften wir uns noch drei Stunden in Picton um die Ohren schlagen – und ich sage euch, Picton hat geschätzte 50 Einwohner! Am Ende kamen zwei Halsketten heraus, von denen wir gar nicht wussten, ob wir sie uns am Ende des Tages noch leisten konnten.

Wieder in der Werkstatt erzählten die uns, dass sie nichts finden konnten. Am Unterboden wäre alles in Ordnung und auch alle anderen Dichtungen seien dicht. Wir taten das Ganze als ein allgemeines “Ding” an Toyota Lucidas ab und freuten uns, dass sie uns nichtmal was für die Suche berechnet hatten. Wirklich sehr zuvorkommend und damit hatte auch keiner von uns gerechnet.

Um euch zu unterhalten gibt es jetzt noch ein paar Bilder von den Marlborough Sounds, der Gegend um Picton… und ein Foto der Kiwi-Schokolade, die wir aus Neugier kaufen mussten. Sie schmeckt ganz gut, nur nicht wirklich nach Kiwi… aber man soll ja alles mal ausprobieren.

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Aug 28 2010

Etwas Aktuelles und was zum Aufholen

Published by Ines under Freizeit

Es tut mir sehr leid, falls euch dieser Beitrag jetzt verwirrt, aber ich hatte keine Lust, die ganzen alten Sachen aufzuholen und wollte lieber etwas (relativ) Aktuelles schreiben. Um aber mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, wird der Beitrag geteilt und es gibt auch noch einen Teil, der innerhalb der chronologischen Reihenfolge liegt.

Aber zunächst zu den aktuellen Infos. Ach ja – im Moment halten wir uns wieder in Christchurch auf, um euch auf den neuesten Stand zu bringen. Davor sind wir an der Westküste der Südinsel nach Norden gefahren. Dort kann man in Barrytown das Angebot wahrnehmen, sein eigenes Messer herzustellen und da dachten wir uns, das versuchen wir doch mal. Eigentlich hatten wir schon für Freitag gebucht, aber als wir an diesem Morgen in unserem Auto aufwachten, brach gerade der Himmel über uns zusammen. Da es wie aus Eimern geschüttet hat und unser armes Auto selbst im geschützten Innenhof des Hostels schon gehörig hin- und hergeschleudert wurde (was durch die kaputten Stoßdämpfer wahrscheinlich noch verstärkt wurde, aber psst!), haben wir entschieden, dass wir bei dem Wetter keine Lust haben, direkt an der Küste entlang zu fahren und es auf den Sonntag darauf verschoben.

Dank gutem (man möchte fast sagen sehr gutem, denn der Frühling kommt wieder) Wetter ging es dann auch pünktlich um 9.30 Uhr los, auf dem Grundstück von Robyn und Steven. Unsere Gruppe war auch sehr familiär, insgesamt hatten sich neun Menschen gefunden. Nach einer Sicherheitsunterweisung durften wir anfangen, unser Stück Stahl im Feuer zu erhitzen und danach wie wild darauf einzuschlagen. Das wurde insgesamt dreimal gemacht, dann erstmal im kalten Wasser abgekühlt, geschnitten und abgeschliffen. Der Griff wurde aus Messing- und Rimuholz-Stückchen gefertigt und natürlich haben wir uns auch eine ganze Weile damit beschäftigt, die Klinge zu schleifen bzw. den Griff in Form zu bringen und das Meisterwerk am Ende auch ordentlich zu polieren.

Dazwischen gab’s Süßigkeiten von Robyn sowie mehr oder weniger gute Witze und Hilfestellung von Steven und leckerer Lunch (Mittagessen) wurde auch zur Verfügung gestellt: Eine große Auswahl an Zutaten, mit denen man sich sein Sandwich belegen konnte. Nach dem Lunch wurde auch ein kleiner Verdauungsspaziergang über das Grundstück unternommen, inklusive Besichtigung der Ponys, Schafe (und Lämmchen! Süüüß! Keine Sorge, ich konnte Katja wieder von ihnen wegziehen.) und einer Runde auf der Riesenschaukel. Stellt euch einfach eine normale Schaukel vor, deren Halteseile ungefähr dreimal so hoch angebracht sind. Um sie in Gang zu setzen, ziehen 4 Leute an einem Seil, das am Sitz angebracht ist und der “Schaukelnde” bekommt entweder einen kleinen Schock oder genießt die Aussicht direkt auf den Strand und die Tasmanische See.

Anhand der Fotos könnt ihr sehen, dass auch etwas ganz Ordentliches dabei herausgekommen ist.

Okay, jetzt zurück zur chronologischen Reihenfolge. Bevor Beni wieder nach Hause geflogen ist, haben wir am 17.07.2010 noch ein Spiel der “All Blacks” besucht, der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft. Dafür hatten Katja und ich vorher sogar Rugby-Regeln gepaukt! Es war auf jeden Fall ein lohnender Abend, sehr interessant anzuschaun. Auch, wenn wir verwundert waren über die vielen Spielunterbrechungen, in denen die Spieler ständig erstmal was trinken mussten. Aber wenn sie gespielt haben, war es auch sehr spannend.

Das Spiel fand innerhalb des “Tri Nations Cup” statt, der immer zwischen Neuseeland, Australien und Südafrika ausgetragen wird. Anscheinend ist das für die All Blacks nur ein regelmäßiges Geplänkel fürs Ego, weil sie die anderen Mannschaften fast immer haushoch besiegen.

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Aug 09 2010

Typen von Duschen

Published by Ines under Diverses, Reise, Wohnen

Da ich zu unserer Fahrt nach Wellington nicht allzu viel zu erzählen habe, folgt jetzt ein Eintrag, den man unter “Side-Facts” ablegen könnte.

Typen von Duschen auf Reisen

1. Die kalte Dusche

Die kalte Dusche ist fies, denn sie ist… kalt. Nicht so schlimm bei tropischen Temperaturen, aber sobald es ein wenig kalt wird draußen, geht sie einem auf die Nerven. Meistens zu finden auf DOC (Department of Conservation)-Campgrounds in der Natur.

2. Die versteckte kalte Dusche

Diese Art der Dusche ist besonders gemein, sehr viel gemeiner als die normale kalte Dusche, denn sie tarnt sich als warme Dusche. Die versteckte kalte Dusche findet man meist in Hostels, die zwar sehr viele Besucher aber nur einen begrenzten Vorrat an warmem Wasser haben. Was an ihr nervt ist, dass man darüber nicht informiert wird und eigentlich für eine warme Dusche bezahlt hat. Sehr nervenaufreibend, wenn man sich nach einem kalten Tag auf eine heiße Dusche freut.

3. Die Nicht-Dusche

Bei der Nicht-Dusche ist der Wasserdruck so gering, dass man sich das Duschen auch eigentlich sparen könnte. Man braucht Stunden, um Shampoo aus den Haaren zu entfernen und wenn die Nicht-Dusche mit der kalten Dusche kombiniert wird, wird es noch nerviger. Kombiniert mit der versteckten kalten Dusche beginnt man darüber nachzudenken, sein Geld zurück zu verlangen.

4. Die “Friss oder stirb”-Dusche

Diese Dusche kennt nur zwei Modi: “Hilfe, ich verbrühe gleich!” und “Verdammt, ich erfriere!” Einen angenehmen Punkt dazwischen sucht man leider vergebens und wenn man sich noch so sehr bemüht, den Temperaturregler um nur den Bruchteil eines Millimeters zu bewegen.

5. Die besetzte Dusche

Sehr häufig zu finden in Hostels mit großer Besucherzahl und besonders nervig, wenn man um 10 Uhr auschecken muss.

6. Die Igitt-Dusche

Tritt immer (aber nicht nur) in Zusammenhang mit Schimmel oder kleinen gekräuselten Haaren auf. Hier hilft nur, die besondere Form des professionellen Duschen anzuwenden, bei der Körperteile und persönliches Dusch-Zubehör möglichst wenig cm² der Dusch-Oberfläche berühren.

7. Die “Ich hab keine Lust mehr”-Dusche

Eine eigentlich gute (fast perfekte) Dusche, die sich während des Duschvorgangs plötzlich in eine der oben genannten Unterarten verwandelt. Sehr problematisch, wenn man noch Shampoo in den Haaren hat.

8. Die perfekte Dusche

Eine Mischung aus angenehm heißem Wasser und gutem Wasserdruck. Sehr selten zu finden, es wird gemunkelt, dass die perfekte Dusche nicht existiert und nur ein Wunschtram diverser verwöhnter Backpacker ist.

Und damit ihr in diesem Beitrag auch noch etwas zu sehen bekommt und weil ich über unsere Fahrt nach Wellington sowieso nicht so viel zu berichten habe (wir hängen auch viel zu weit zurück für einen langen Beitrag) UND weil ich das Internet hier gerade nicht pro Megabyte bezahle, gibt es jetzt einfach ganz viele Fotos von der letzten Etappe unseres Roadtrips mit Beni – der Weg nach Wellington und die Hauptstadt an sich.

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Aug 01 2010

Mordor und keine Orks!

Published by Ines under Reise, Wohnen

Und es geht Schlag auf Schlag, damit wir hier mal wieder ein bisschen aufholen und euch auf den wirklich aktuellen Stand bringen können.

Wir schlugen also unser Quartier in Turangi auf, dem Startpunkt des Tongariro Alpine Crossings, einem der berühmtesten Tracks Neuseelands. Aber zuerst zur Unterkunft. Nach einer Nacht in einem Hostel mit kalten Räumen, kalten Fluren, kalten Bädern und kaltem Wasser dachten wir uns, wir ziehen lieber wieder um. Zum Glück fanden wir eine andere Bleibe, bei der man Einzel- und Doppelzimmer zu einem Preis bekommen hat, den man sonst für ein Dorm (Zimmer mit mehr als 4 Betten) oder Share (3 oder 4 Betten) bezahlt. Und da keine Einzelzimmer mehr frei waren, habe ich für mich allein ein Doppelzimmer bekommen und war fein raus. :)

Der 12.07. (ihr merkt, wir liegen weniger als einen Monat zurück!) war für das Alpine Crossing vorgesehen, das ca. 8 Stunden dauern soll und Teil eines mehrtätigen Tracks über und um die Vulkane des Central Plateau ist. Für “Herr der Ringe”-Kenner: Hier wandert man gemütlich durch Mordor, das Crossing geht größtenteils über den Mount Doom (Schicksalsberg). Wegen krankheitsbedingtem Ausfall musste diese Unternehmung allerdings auf später verschoben werden (Katja und ich werden das nachholen, wenn wir wieder auf dem Weg nach Auckland sind), da wir uns die Aussicht aber nicht nehmen lassen wollten, sind wir zum Startpunkt des Crossings gefahren und ein Stück den Weg hinein gelaufen. Allein das war schon sehr sehenswert, aber den Orks war es um die Jahreszeit wohl zu kalt.

Nach eingehender Betrachtung des Wanderweges hat Beni sich dann nur gefragt, warum Frodo so lange gebraucht hat, um den Ring zum Berg zu bringen. Hätte jeder von uns wesentlich schneller und mit wesentlich weniger Geheule erledigt. Und Sam hätten wir auch nicht gebraucht. ;)

Da wir ein wenig vor dem 17.07. in Wellington sein wollten, ging’s dann auch schon weiter – die Whanganui River Road hinunter nach Wanganui (man beachte den signifikanten Unterschied in der Schreibweise). Diese Straße führt mit sehr vielen Kurven am (wer hätt’s gedacht) Whanganui River entlang und bietet wunderschöne Ausblicke auf die Natur sowie einige interessante Weltstädte am Weg, wie zum Beispiel London oder Jerusalem. Böse Zungen würden jetzt behaupten, das wurde von den Kiwis nur so eingeführt, um eine weitere “Wir-haben-hier-super-Natur”-Route noch besser zu verkaufen…

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Jul 31 2010

Taranaki und Forgotten World Highway

Published by Ines under Reise

Damit ihr alle mal einen kleine Vorstellung davon habt, in welcher Zeit wir uns denn mit den aktuellen Blogeinträgen bewegen: Dieser hier beginnt am 08.07.2010. Zum Glück ordne ich meine Fotos immer gewissenhaft. ;)

Von Hamilton aus ging’s nach New Plymouth im District Taranaki, der Westspitze der Nordinsel. Dort haben wir uns ein wenig in der Stadt umgesehen und dem Brooklands Zoo einen Besuch abgestattet – ein sehr kleiner Zoo ohne Eintritt mit extrem niedlichen Tieren! Das Ganze war eher wie ein Park angelegt und so wie es aussah ein beliebtes Ziel für Eltern mit kleinen Kindern (könnte an dem großen Spielplatz in der Mitte gelegen haben). Aber natürlich kann man erwachsene Menschen auch mit niedlichen Tieren begeistern, zumindest wenn es um uns beide geht.

Ein Ausflug auf den berühmten Mount Taranaki (oder Mount Egmont, wie er auch heißt – ich muss da immer an das Pokemon denken. Erinnert sich noch jemand?) durfte natürlich auch nicht fehlen. Eigentlich sollte es ein kleiner Track werden, der schöne Ausblicke auf die Küste und den Berg an sich versprach, aber leider fing es dann ziemlich an zu schneien und aufgrund der Nässe und dem nicht vorhandenen Vertrauen in unser Auto bei Schneefall haben wir das abgebrochen und sind wieder zurück in die Stadt gefahren. Jawohl, falls es jemand verdrängt hat: Hier bei uns ist ja Winter! Der ist alleredings lange nicht so kalt wie in Deutschland und Schnee haben wir auch nur gesehen, weil wir auf den Berg gefahren sind. Im Flachland auf der Nordinsel sieht man normalerweise nix von dem weißen Zeug.

Für alle, die daran interessiert sind: In der Maori-Mythologie haben Berge eine Persönlichkeit. Mount Taranaki stand eins neben den Bergen Ruapehu und Tongariro, die beide im Zentrum der Nordinsel zu finden sind. Er buhlte mit Tongariro um die Gunst der schönen Ruapehu und verlor, Ruapehu entschied sich für den größeren Tongariro (da seht ihr – es kommt doch auf die Größe an!). Aus diesem Grund musste Taranaki seinen Platz verlassen und wanderte gen Westen, bis er an seinem heutigen Sitz ankam. Das war die Kurzfassung der Geschichte. :)

Um das gleich als Überleitung zu nutzen: Unser nächstes Ziel waren eben diese beiden Berge bzw. die Stadt Tongariro im Taupo-District. Die Route stand auch schon fest, wir fuhren über den “Forgotten World Highway”, bei dem der Name Programm ist: Man fühlt sich wie in einer vergessenen Welt – abgesehen von den ganzen Touristen-Sehenswürdigkeiten, die den Weg säumen. Aller paar Meter gibt es da eine Brücke, einen Wasserfall oder etwas anderes. Interessant ist es allemal und die Landschaft kaum zu überbieten.

Ungefähr in der Mitte des Highways liegt die Stadt Whangamomona, deren Bürger sich 1989 kurzerhand zu einer unabhängigen Republik erklärt haben. Ich müsste jetzt nochmal im Lonely Planet nachschlagen, aber prinzipiell ging es darum, dass die Stadt (bzw. das Örtchen) einem anderen District zugeordnet werden sollte, was u.a. zur Folge gehabt hätte, dass sie für ein rivalisierendes Rugby-Team hätten spielen müssen… und da hört ja wohl die Freundschaft auf!

Unser Timing war so perfekt, dass wir am Ende der Tour sogar noch den Sonnenuntergang über dem Lake Taupo, dem größten Süßwassersee Neuseelands, bewundern durften. Aber jetzt lasse ich einfach mal die Bilder auf euch wirken, das sind dieses Mal einige.

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Jul 26 2010

On the road again…

Published by Ines under Auto, Diverses, Freizeit, Reise

Da wir ganz schön zurück liegen, will ich mal lieber damit anfangen, aufzuholen. Wie ihr vielleicht gelesen habt, kam Beni uns (naja, okay… Katja) für drei Wochen besuchen und um ihm so viel wie möglich von Neuseeland zu zeigen, war das Programm ganz schön vollgestopft.

Also zurück nach Auckland. Am Tag von Benis Ankunft checkten auch Bastl, Uwe und Lars in das von uns ausgewählte Hostel ein. Die Ärmsten waren einen Tag zuvor aus Deutschland gelandet und in ein ziemliches Loch mitten in der Stadt geleitet worden, aus dem sie so schnell wie möglich wieder rauswollten (ihr dürft euch gern nochmal bei uns für den Tipp bedanken). Da wir an unseren ersten Tagen in Auckland auch in so einem Ding waren, konnten wir sehr gut nachvollziehen, wie es ihnen ging.

In der Stadt haben wir also ein schönes Wochenende mit Beni, den drei Jungs und Andree, den wir in Tauranga getroffen hatten, verbracht. Ach ja: Fußball durfte natürlich nicht fehlen! Katja und ich haben an unserer sozialen Ader gearbeitet und die anderen in den Pub begleitet, um uns in der Nacht um 2 das Spiel gegen Argentinien anzusehen. Zum Glück für uns hatte Deutschland das ja gewonnen und wir mussten uns auch die restliche Zeit nicht mit langen Gesichtern herumschlagen. Aber auch abgesehen vom Spielausgang war der Abend sehr schön und am nächsten Tag saßen alle in geballter Ladung vor dem Fernseher, weil das neuseeländische Fernsehen die Stimmung im Pub (und Beni im Deutschlandtrikot) in den Nachrichten gesendet hat. Die restliche Zeit schlugen wir uns mit kochen, backen (bzw. Kuchen essen) und Neuigkeiten austauschen um die Ohren, bevor es uns drei wieder in Richtung Süden und die drei Thüringer auf Wohnungssuche trieb.

Unsere erste Station war Hamilton, eine an sich recht langweilige Stadt, aber als Ausgangspunkt für Ausflüge gut geeignet. Dort in der Nähe liegt Matamata, einer der Drehorte von “Herr der Ringe” – unter Filmkennern auch als “Hobbiton” bezeichnet. Nachdem wir allerdings erfahren hatten, dass die lieben “Hobbits” $60 Eintritt pro Person verlangen, um ein paar leere Filmsets zu sehen, bei denen (aus Copyrightgründen) auch noch der Großteil abgebaut wurde, beschlossen wir einstimmig, dass es uns das irgendwie nicht wert ist. Also haben wir uns in der Gegend nur die Bridal Veil Falls angeschauen und einen kleinen Abstecher nach Raglan gemacht, die Surferhauptstadt Neuseelands, die im Winter recht verschlafen ist.

Das erste wirkliche Highlight des Trips war allerdings der Bird Park in Otorohanga. Mich konnte man natürlich wieder mit einer bunten Auswahl der neuseeländischen Vogelwelt begeistern (die hatten dort aber auch alles – Pukekos, Keas und noch mehr Papageienarten) und natürlich gab es auch Kiwis. Diese waren sogar aufgeweckter als die, die wir an der Ostküste schon einmal bewundern durften und zum krönenden Abschluss konnten wir auch die Fütterung eines Kiwis sehen.

Das zum Start unserer kleinen Reise, mehr Informationen gibt es hoffenlich sehr bald. Noch eine kleine Erklärung für alle, die sich fragen, wie wir denn zu dritt in unserem Auto gefahren sind, wo wir doch nur einen (im Neuseeländischen) sogenannten “Shaggin’ Wagon” haben (ein Auto mit zwei Vordersitzen und einem Bett drin – schlagt die wörtliche Bedeutung nach): Ja, es hat sich tatsächlich einer einfach hinten reingelegt und immer geduckt, wenn etwas Polizeiähnliches vorbeikam. Hat ganz gut funktioniert. ;)

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